LLOYD Time 2-2014 - page 16

JanDelay&DiskoNo. 1–
LIVE2014:
24.09.14 Dresden–Eventwerk
25.09.14 Leipzig–HausAuensee
26.09.14 Würzburg–S.OliverArena
27.09.14 Kassel –Stadthalle
29.09.14 CH–Zürich–
MaagEventHall
01.10.14 München–Zenith
02.10.14 A–Wien–Gasometer
04.10.14 Neu-Ulm–
RatiopharmArena
05.10.14 Mannheim–Maimarktclub
06.10.14 Frankfurt–Jahrhunderthalle
07.10.14 Bremen–ÖVBArena
09.10.14 Berlin–Max-
Schmeling-Halle
10.10.14 Flensburg–Flensarena
11.10.14 Lingen–EmslandArena
12.10.14 Hannover–Swiss LifeHall
14.10.14 Stuttgart–Schleyerhalle
15.10.14 Dortmund–Westfalenhalle
16.10.14 Düsseldorf–Mitsubishi
ElectricHalle
17.10.14 Hamburg–O2World
Classic-Rock-Sachen: Led Zeppelin, AC/DC. So einen
geilen,warmen, analogenSoundhat niewieder jemand
hinbekommen.
Welchen Einfluss hatte Ihr musikalischer Kurswechsel ei-
gentlich auf die Texte? Muss man für ein Rockalbum anders
schreiben als für einFunk- oder Soulalbum?
Das ist lustig, das fragen viele. VomAufwand und
allem ist es natürlich das Gleiche: Es macht einfach
scheiß viel Arbeit. Das Einzige, was ich von vorn-
hereinwusste undworauf ichmich sehr gefreut habe,
war, dass ich bei Rock endlichwieder denMittelfinger
rausholen kann. Ich kann schreien, kann über Sachen
sauer sein und kann mich kritisch über †emen äu-
ßern. Bei Funk ist viel Glam und Style, der Sound ist
leichtfüßig, und man ist viel am Dancen. Da kannst
du nicht mit einem schweren Text ankommen, der
sich über die Musik legt und dir auf einmal was von
Guantanamo Bay oder Hartz IV erzählt. Das würde
alles kaputt machen. Aber genau darauf hatte ich bei
„Hammer &Michel“ Bock.
„DickeKinder“, ein Song über Ernährung, klingt geradezu böse.
Was hat Sie dazu bewogen, diesen Song zu schreiben?
Na ja, indemSonggeht eswenigerumdickeKinder
an sich als vielmehr um dumme Eltern. Vor einer Platte
habe ich immer so zwei, drei†emen, die ich gerne un-
terbringenwürde, ohne dass ich jetzt schon einenReim
oder eine Geschichte hätte. Diese †emen scha—en es
aber nur aufsAlbum, wennmir imLaufe des Scha—ens-
prozesses ein paar gute Reime und vor allem ’ne enter-
tainendeGeschichtedazueinfallen.Bloßzu sagen: „Hey,
meine Kirsche im Joghurt ist keine Kirsche, sondern
Sägespäne mit Aroma“ – das schockt nicht. Manmuss
dazu ’ne geile Geschichte haben. Ab demMoment, wo
ich die Zeilen „Kevin und die Sandy und dieMama und
der Papa / diemachen alle viel und gerne happa happa“
hatte, dawusste ich: Alles klar –nunkann’s losgehen.
Apropos losgehen: Mit dem Video „Wacken“, in dem Sie zum
gleichnamigen Musikfestival fahren, gab es einen ersten Vor-
geschmack auf das neue Album. Wie wurden Sie dort auf-
genommen?
Völlig cool! Mal unabhängig vom Video: Ich war
noch nie auf einem Festival mit so vielen nettenMen-
schen, das war unglaublich. Sowohl vor als auch hinter
den Kulissen. Und ichwar auf vielen Festivals. Die ha-
benmich dameinDingmachen lassen, das hat die ’nen
Scheißdreck interessiert.Klargab’sdeneinenoder ande-
renSpruch, aberuntermStrichwaren eigentlich alleBe-
gegnungendurchweg positiv. Beim Song „Wacken“ geht
es umAu¡ruch, er steht als Synonym für einenWech-
sel¢– also alles,was „Hammer&Michel“ ausmacht.
VomRapper zumRocker: JanDelay schlägt
mit seinemAlbumneueTöne an.
„Hammer&Michel“ speist sich aus den
unterschiedlichstenEpochenundSpielarten
desGitarrenspektrums, klingt aber trotzdem
unverkennbar nach JanDelay.
JanDelay, „Hammer&Michel“, erschienen
bei VertigoBerlin/UniversalMusic
INTERVIEW
FOTOS:©NILSMÜLLER, ALBUMCOVER:HAMMER&MICHEL
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LLOYD TIME
NR 2/2014
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